
Wir haben Zeit damit verbracht, etwa 3.000 Druckmaschinen zu besichtigen. Wir wollten herausfinden, an welchen Stellen die üblichen UV-Systeme in der Praxis versagen.
Was uns immer wieder auffiel, war dieselbe Enttäuschung: Die Betriebe waren gezwungen, mit diesen starren Lampensystemen auszukommen – doch diese passten einfach nicht. Sie entsprachen weder der Geschwindigkeit der Produktionslinien noch der Breite der verwendeten Materialien. Das ist eine Energieverschwendung – und außerdem führt das zu ungleichmäßiger Aushärtung des Materials.
Deshalb beschlossen wir, nicht mehr von diesen Systemen als einzigen, riesigen Maschinen auszugehen, sondern sie stattdessen als separate Komponenten zu betrachten.
Der Vorteil der Modulare Struktur
Anstatt einen großen, überdimensionierten Lampenkopf zu kaufen, den man anschließend nutzen muss, kann man einfach die richtige Anzahl an Lampenelementen auswählen – je nach Breite des Förderbands. Diese Elemente sind miteinander verbunden.
Das ist besonders wichtig, wenn am Dienstagnachmittag etwas schiefgeht: Wenn eine Lampe ausfällt, muss man nicht die ganze Anlage demontieren. Man tauscht einfach dieses eine Element aus und kann weiterarbeiten. Wenn mehr Leistung benötigt wird, fügt man einfach weitere Elemente hinzu. Wenn nicht, entfernt man sie wieder. Einfach.
Das Problem der Hitze
Es gibt jedoch ein Problem: Um eine tiefe Penetration durch UV-C-Strahlen zu erreichen, verwenden wir Hochleistungsquarzlampen. Doch diese erzeugen viel Wärme. Wenn man diese Lampen auf maximale Leistung stellt, während dünnere Kunststofffolien verarbeitet werden, kann das Material verformt werden. Das ist ein Problem, das niemand haben möchte. Um das zu vermeiden, haben wir das System mit einem Kühlsystem kombiniert. Dadurch bleibt die Oberflächentemperatur konstant – man kann also die Leistung erhöhen, ohne dass das Material beschädigt wird.
Einfache Montage
Wir mochten auch nicht, wie lange die Wartung dauerte. Deshalb haben wir die Anschlüsse so gestaltet, dass sie schnell ausgetauscht werden können. Kein Umgang mehr mit komplizierten Verkabelungen. Man schiebt einfach das Element hinein, verschließt es – und fertig.
Außerdem haben wir darauf geachtet, dass die Abmessungen der Geräte klein bleiben. Ziel war es, sicherzustellen, dass diese Geräte in die bestehenden Pressenpassagen passen – ohne dass man die gesamte Anlage neu bauen muss. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Ersatzlösung, die die schwierige Arbeit des Polymerk crosslinkings übernimmt – ohne dabei halb den Raum einzunehmen wie die alten Öfen.