
Hören Sie dem Lärm ein Ende: Umgang mit elektromagnetischen Störungen in Ihrem UV-Härtungssystem
So funktionieren Quecksilber-UV-Lampen eigentlich: Es handelt sich dabei um Quarzröhren, die mit Quecksilberdampf gefüllt sind. Durch einen elektrischen Entladungsprozess zwischen zwei Elektroden entsteht das intensive UV-Licht.
In einer echten Druckerei hat man es selten nur mit einer Lampe zu tun. Wahrscheinlich gibt es Dutzende solcher Lampen, die in mehreren großen Druckmaschinen verwendet werden.
Das Problem der elektromagnetischen Störungen
Das Problem ist, dass die Hochspannungsballasten und Stromversorgungen, die für den Betrieb dieser Lampen benötigt werden, Geräusche erzeugen. Es handelt sich dabei nicht um laute Geräusche, sondern um elektromagnetische Störungen. Dadurch entstehen elektromagnetische Störungen (EMI).
Wenn mehrere Druckmaschinen im selben Raum betrieben werden, dringen diese Störungen in die Steuerkreise ein. Sie können dazu führen, dass die Maschinen unregelmäßig arbeiten oder dass Automatisierungsprozesse aus unerklärlichen Gründen fehlschlagen. Das ist frustrierend.
Deshalb investieren wir so viel Zeit in die Entwicklung unserer Lampen sowie der dazugehörigen Schaltungen. Wir wollen diese Störungen bereits vor dem Eintreten in die Maschinen beseitigen.
Wie wir Stabilität gewährleisten
Wir konzentrieren uns auf zwei Hauptaspekte: Abschirmung und die Reinheit der Quecksilberentladung. Durch präzise Planung der Positionierung der Elektroden sowie der Dicke der Quarzwände kann man die Entladung stabilisieren. Wenn die Entladung stabil ist, entstehen keine störenden Spannungsschwankungen.
Es klingt nach einem kleinen Detail – doch es macht einen großen Unterschied, wenn fünf oder sechs Druckmaschinen nebeneinander betrieben werden. Billige Lampen können dazu führen, dass Sensoren versagen oder dass die Steuerungssysteme ausfallen. Unsere Lampen hingegen bleiben stabil und erfüllen ihre Funktion, ohne die elektrischen Felder in ihrer Umgebung zu stören.
Eine kurze Realitätsprüfung
Es gibt jedoch eine Einschränkung: Die Stabilität funktioniert nur, wenn die Erdung ordnungsgemäß erfolgt. Selbst die hochwertigsten Lampen können nichts ausrichten, wenn der Chassis der Maschine nicht richtig geerdet ist.
Wenn Sie in einer alten Anlage arbeiten, deren Verkabelung schon seit zwanzig Jahren in Gebrauch ist, könnten Sie immer noch mit Störungen konfrontiert werden. Bevor Sie die Lampen dafür verantwortlich machen, sollten Sie zunächst Ihre Erdung prüfen.
Wenn die UV-Systeme richtig konfiguriert sind, können Sie Ihre Maschinen näher beieinander platzieren. Dadurch sparen Sie viel Platz – und was noch wichtiger ist: Die Härtungszyklen bleiben von Schicht zu Schicht konstant.